
Andrea Berg ist einer der erfolgreichsten Schlagerstars aller Zeiten. Millionen verkaufte Alben sprechen eine deutliche Sprache. Andrea Berg ist aber trotz Ihrer Erfolge am Boden geblieben
Egal, welches Album Andrea Berg veröffentlicht, sie räumt damit die Charts ab. In ihrer 19-jährigen Musikkarriere hat der deutsche Schlagerstar über zehn Millionen Tonträger verkauft. Ihr Album „Best of“ mit Megahits wie „Du hast mich tausendmal belogen“ ging bis heute mehr als zwei Millionen Mal über den Ladentisch. Zusätzlich hält sich die Hitsammlung schon sich seit mehr als sieben Jahren ununterbrochen in den Schlagercharts und löste damit keine Geringeren als Pink Floyd und die Beatles ab.
Auch live weiß Andrea Berg zu überzeugen. Sie singt nicht nur von Liebe, Herzschmerz und Leidenschaft, sondern ist sich als gelernte Krankenschwester im Klaren, dass man sich um seine Fans auch kümmern muss. So werden Autogrammstunden nicht innerhalb weniger Minuten abgewickelt, sondern können, je nach Andrang, ohne weiteres wirklich noch Stunden dauern. Den typischen Andrea-Berg-Fan gibt es ihrer Meinung nach nicht: „Zu meinen Konzerten kommen Kleinkinder und Omas, Ärzte und Akademiker.“
Darum ist es ihr auch wichtig, dass auf ihre Musik nicht nur abgetanzt wird: „Viele Texte haben auch eine unwahrscheinliche Tiefe. Wenn ich nur einen Menschen von seinen Alltagssorgen ablenke, dann habe ich alles richtig gemacht“, meint sie. Klar, dass ihre Konzerte meist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Allein in den vergangenen zwei Jahren wollten über 300.000 Fans ihr Idol live erleben.
Keine Frage, die gebürtige Krefelderin thront an der Spitze des Schlagerolymps. Laut Sony Music-Chef Edgar Berger ist Andrea Berg „ganz offiziell die erfolgreichste Sängerin des Jahrzehnts in Deutschland“.
So weit, so gut. Dass in der Welt des Goldkehlchens dennoch nicht immer eitel Sonnenschein ist, liegt daran, dass viele den deutschen Schlager belächeln und als kitschig einstufen. Andrea Berg: „Ich werde draußen gerne totgeschwiegen. Alle kaufen meine Platten und gehen zu meinen Konzerten, aber niemand will sich dazu bekennen. Irgendwie ist es chic Schlager und Andrea Berg blöd zu finden.“ Weder blöd noch fad finden die Schlagerliebhaber hingegen die sexy Bühnenoutfits und Plattencover ihres Idols. Tiefe Dekolletees, Minikleider und knielange Stiefel sind schließlich vom Oma-Image so weit entfernt wie ihre Musik vom Hardrock. Und die fesche Rothaarige macht zweifelsohne auch mit ihren 45-Lenzen noch sehr gute Figur. Als Sexsymbol will sie sich allerdings nicht sehen: „Ich hatte doch nur vier Männer im Leben. Einen Dachdecker, den Vater meiner Tochter, Olaf Henning, und dann habe ich auch schon Uli kennen gelernt“, wird sie nicht Müde zu betonen.
Mit ihrer Mutter, Ehemann Ulrich, den sie vor vier Jahren heiratete, und Tochter Lena-Maria lebt sie heute ganz unspektakulär in Kleinaspach, einem Dorf bei Stuttgart, auf einem Bauernhof. Wer glaubt, die Sängerin dort in einem sexy Outfit erleben zu können, der irrt. „Zu Hause im Stall würde das blöd aussehen. Da bevorzuge ich dann grüne Gummistiefel oder Dirndl. Alles zu seiner Zeit“, so Berg. Nachsatz: „Bei uns auf dem Land bin ich eine von anderen Hausfrauen, Müttern und Unternehmerinnen. Man trifft sich dort ganz normal an der Metzgertheke. Bei mir hängen keine Paparazzi in den Bäumen.“
Andrea Bergs Musikstil, der das Leben der Fans für einige Momente in besseres Licht taucht, sprach den selbsternannten Poptitan Dieter Bohlen derart an, dass er ihr seine Mitarbeit für ihr neues, mittlerweile 14. Album „Schwerelos“ anbot.
Andrea Berg: „Er hat mir bei unserem ersten Treffen den ersten Titel mitgebracht, in den ich mich sofort verliebt habe. Er hatte genau die gleichen Vorstellungen von der Fortsetzung der Andrea Berg, in der ganzen Sensibilität. Ich habe an allen Songs mitgearbeitet und mich inzwischen richtig in das Album verliebt. Es ist sehr authentisch geworden. “ Und bescherte ihr auch einen neuen Verkaufs-Rekord: Nach nur sechs Tagen gab es Platin. 2012 feiert die Schlagerkönigin ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.
Diese Topstory wurde am 11. Juli 2011 veröffentlicht.
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