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12. Juli 2011: Bobby Rosso: Die samtige Stimme mit der Weite des Meeres

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Die kostbarste Spezialität Istriens ist die Trüffel. Mit dem istrischen Schlagersänger Bobby Rosso kommt eine neue dazu. Im BärensoundInterview spricht Bobby Rosso über seine musikalischen Wurzeln und warum er den deutschen Schlager liebt.


Bärensound: Bobby woher kommst Du?


Rosso: Aus Istrien, genauer gesagt, aus Porec.


Bärensound: Warum hast Du Dich entschlossen, deutschen Schlager zu singen?


Rosso: Weil mir die Musik sehr gut gefällt, diese Breite der Melodie, die Arrangements. Ich habe über 20 Jahre viel Erfahrung gesammelt und hatte immer viel Kontakt mit dem deutschen Schlager und ich habe auch viel in deutschsprachigen Ländern gespielt mit meiner Band.


Bärensound: Bist Du Berufsmusiker gewesen?


Rosso: Ich lebe davon und habe mein ganzes Leben nichts anderes gemacht, obwohl ich keine musikalische Ausbildung  habe.


Bärensound: Was ist Deine Lieblingsmusik?


Rosso: Ich höre alles was gut ist. Zum Beispiel habe ich jetzt gerade im Radio ein Superlied gehört. Die Nadine Beiler, die singt das Lied und das gefällt mir.


Bärensound: Hast Du Vorbilder gehabt?


Rosso: Natürlich, wie jeder Musiker. Ich habe eigentlich mehrere gehabt, je nachdem welche   eine Art von Musik ich geliebt habe. Am Anfang mochte ich die Rockmusik, aber das hat sich mit der Zeit geändert.


Bärensound: Warum ändert sich das? Ich glaube, wenn man auf Rockmusik steht, dann steht man immer drauf.


Rosso: Ich war ein großer Fan von Rockmusik, aber mit der Zeit wird man ruhiger – Rockmusik ist reine Power und Energie.


Bärensound: Ich meine jetzt Led Zeppelin oder Metallica.


Rosso: Metallica war schon vorbei für mich. Aber Led Zeppelin und Deep Purple….


Bärensound: Hast Du das noch auf der Bühne gespielt?


Rosso: Ja natürlich. Ich kann mir nicht vorstellen ,dass eine Live Band Sachen wie „Smoke On The Water“ nicht spielt oder Ähnliches.


Bärensound: Willst Du den Stil, den Du jetzt singst beibehalten?


Rosso: Die CD ist ziemlich neu und einige Nummern habe ich schon live gesungen. Aber das ist der Stil den ich in Zukunft machen werde.


Bärensound: Aber Du singst auch noch andere Lieder bei Live Auftritten?


Rosso: Bei Live Auftritten singe ich natürlich auch ein internationales Repertoire, Lieder von Frank Sinatra , Tom Jones oder Elvis Presley, aber auch Lieder von meiner CD.


Bärensound:Wenn Du einen Live Auftritt hast, singst Du da alleine oder mit Band?


Rosso: Im Moment bin ich allein. Ich singe live mit Halbplayback.


Bärensound:Machst Du das aus Kostengründen?


Rosso: Im Moment aus Kostengründen. Eine Band kostet ja nicht wenig.


Bärensound:Welche Instrumente spielst Du?


Rosso: Ich spiele Bassgitarre, Gitarre, Schlagzeug und ein bisschen Keyboard.


Bärensound:Kann man das alleine  lernen, ich meine ohne Ausbildung, das man das auf der Bühne spielen kann?


Rosso: Ja, wenn man fleißig übt, ist alles möglich.


Bärensound: Aber irgendjemand muss es Dir ja gezeigt haben?


Rosso: Die ersten musikalischen Schritte hat mir mein älterer Bruder beigebracht. Der ist auch Musiker und mit der Zeit habe ich mich dann selbst weiterentwickelt.


Bärensound: Wie viele CDs hast Du schon aufgenommen?


Rosso: Auf Deutsch ist Mi amor die erste. Dann habe ich noch was auf Englisch und Italienisch gemacht. Auf der englischen CD waren nur Covernummern drauf von bekannten Künstlern und auf der italienischen waren fünf Nummern von mir und der Rest auch Covernummern. Und auf der deutschen CD sind nur eigene Nummern drauf.


Bärensound: Schreibst Du Deine Musik, die Du singst, selbst?


Rosso:  Hauptsächlich, obwohl auf der CD nur zwei Nummern von mir sind.


Bärensound: Auf der CD steht noch der Name Teddy Lion als Komponist.Wer ist das?


Rosso: Das ist mein Bruder. Mit ihm arbeite ich zusammen.


Bärensound: Wie kommst Du mit den deutschen Texten zurecht?


Rosso: Am Anfang hatte ich schon Schwierigkeiten, jetzt habe ich einen guten Vocal-Couch.


Bärensound: Es gibt also jemanden, der das alles überwacht hat?


Rosso: Ja, natürlich und das war sehr oft am Anfang.


Bärensound: Aber früher als Du noch in Tanz Lokalen gespielt hast, da hat das niemand überwacht? Da hast Du „frei von der Leber weg“ gesungen, wie man so sagt.


Rosso: Ja, so war´s.


Bärensound: Wie kommt die Musik, die Du jetzt spielst bei Dir zu Hause an?


Rosso: Für die kroatischen Leute ist das natürlich schwer, aber wir haben viele Touristen oder deutschsprachiges Publikum und da hatte ich immer gutes Feedback.


Martin:  Singst Du gerne deutsche Schlager?


Rosso: Ich fühle mich wohl dabei.


Bärensound: Als Musiker ist das Spektrum des Könnens immer größer. Das kann man auf einer CD gar nicht präsentieren.


Rosso: Ja auf alle Fälle. Man muss sich sehr eingrenzen. Ich habe ja als Musiker ziemlich alles gespielt – Rock – Jazz – Internationale Standarts usw., das kann man auf der CD nicht alles bringen.


Bärensound: Wie bist Du zur Musik gekommen?


Rosso: Mein älterer Bruder, er ist vier Jahren älter, der hat natürlich früher angefangen. Meine Mutter und meine Tante, die haben immer die Schlagernummern gesungen. Aber nicht als Profimusiker. Von meinem Bruder habe ich die ersten Akkorde auf der Gitarre gelernt. Ich habe mit meinem Bruder angefangen und später hat jeder eine eigene Band gehabt. Jetzt sind wir wieder zusammen. Er ist im Hintergrund als Komponist.


Bärensound:  Singst Du immer live?


Rosso: Ich hatte noch nie einen Auftritt wo ich „Playback“ gesungen habe. Außer im Fernsehen, die machen das gar nicht mehr anders.


Bärensound: Was sind Deine Ziele? Was willst Du noch erreichen?


Rosso: Meine Ziele sind, dass sich die Sache so weiterentwickelt das ich mit einer großen Band auf der Bühne vor einem großen Publikum spielen kann.


Bärensound:Wie kann man Dich bezeichnen? Als Sänger deutscher Musik?


Rosso: Sänger bin ich auf jeden Fall. Auf der Bühne habe ich nur ein Mikrophon und keine Gitarre mehr und ich hoffe, dass ich das gut mache.


Bärensound: Oder soll ich sagen „Schnulzensänger“?


Rosso: Ich weiß nicht ,was ich dazu sagen soll. Jede Musikrichtung hat sein Publikum. Es gibt kein Lied, oder keine Musik die jeden gefällt.


Das Gespräch führte Bärensound-Readkteur Herbert Martin


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